Einsatzstichwort: Brandmeldeanlage Lederfabrik Heinen

Einsatzort: Wegberg, Fußbachstraße

Einsatzdatum: 05.09.2016

Alarmierungszeit: 15:31 Uhr

Einsatzende: 20:45 Uhr

Alarmierte Kräfte: Löschzug 1 (Wegberg), Löschzug 2 (Rath-Anhoven, Moorshoven), Löschzug 3 (Wildenrath, Arsbeck), Löschzug 4 (Klinkum, Tüschenbroich), Rettungsdienst


Die Freiwillige Feuerwehr wurde um 15.31 Uhr zur Lederfabrik Heinen gerufen, dort löste ein Rauchmelder Alarm aus. Bei Eintreffen der Einsatzkräfte wurde bereits eine Rauchentwicklung festgestellt und Erkundungen vorgenommen. Vermutlich aufgrund eines technischen Defektes kam es in einer Lederverarbeitungsmaschine zu einem kleinen Feuer. Diese Maschine war über eine Absauganlage mit einem Lederstaubsilo verbunden, welches den Lederstaub herausfiltert. Durch das Absaugen gelangte das Brandgut in das Lederstaubsilo und verursachte eine starke Rauchentwicklung in dem Silo.

Die Löscharbeiten gestalteten sich zunächst sehr schwierig, da der Lederstaub das Löschwasser nicht als Löschmittel annahm - das Wasser konnte nicht tief genug in den Lederstaub eindringen. Daher wurde dem Löschwasser noch Netzmittel beigemischt, um die Oberflächenspannung des Löschwassers zu reduzieren. Dadurch kann das Löschwasser im Regelfall besser eindringen.

Da allerdings auch diese Löschversuche fehl schlugen, wurde das Silo im unteren Bereich geöffnet und der brennende Lederstaub in mehreren Containern aufgefangen. In den Containern konnte der Lederstaub letztlich abgelöscht werden. Anschließend wurde das Silo im oberen Bereich geöffnet und die Drehleiter in Stellung gebracht. Über die Drehleiter wurde mittels C-Rohr noch der verbleibende Lederstaub aus der Anlage herausgespült . Während des Einsatzes wurde die Anlage mit einer Wärmebildkamera überwacht. Eine zweite Wärmebildkamera wurde bei der Freiwilligen Feuerwehr Erkelenz angefordert. Insgesamt waren 10 Trupps unter Atemschutz im Einsatz.

Zudem wurden insgesamt 200 Filterkerzen aus der Siloanlage entfernt. In Abstimmung mit der Firmenleitung wurden alle Gullideckel abgedichtet, sodass kein rückfließendes Löschwasser in die Kanalisation gelangen konnte. Weiterhin wurde die Produktionshalle mittels Lüfter rauchfrei geblasen.

Die Fussbachstraße war bis in die Abendstunden voll gesperrt, der Verkehr wurde umgeleitet.

Im Einsatz befanden sich die Löschzüge 1, 2, 4 und 4 sowie der Einsatzführungsdienst und die Technische Einsatzleitung. 48 Einsatzkräfte waren in dem Einsatz eingebunden. Ferner war ein Rettungswagen zum Eigenschutz vor Ort, ebenso die Polizei. Die Löscheinheit Rath-Anhoven konnte wegen zu wenigen Einsatzkräften nicht ausrücken.

Auch der Kreisbrandmeister war vor Ort, um sich ein Bild von der Einsatzlage zu machen. Die Einsatzleitung hatte Stadtbrandmeister Dietmar Gisbertz. 

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